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25 Jahre Herzsportgruppe des ASB in Bad Emstal

30.11.2011 - "Und jetzt die Arme ganz locker nach hinten kreisen lassen. Und nicht stehen bleiben – wer noch Puste hat, weiter gehen." Die Übungsvorgaben erteilt Physiotherapeutin Waltraud Schmidt – und 24 Frauen und Männer folgen in der Großsporthalle der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal je nach Können und Fitness ihren Anweisungen. Das Ganze wird begleitet von Dr. Wolfgang Dort, Allgemein- und Sportmediziner sowie Notarzt beim ASB. Der Notfallkoffer und ein automatisierten externen Defibrillator (AED) immer in der Nähe.

Auch im Jahr des 25-jährigen Bestehens der Herzsportgruppe des ASB Bad Emstal wird einmal wöchentlich, immer montags von 19.45 bis 21 Uhr, trainiert. Die jüngsten Teilnehmer sind um die 50 Jahre alt, die ältesten über 80. Wie etwa die 83-jährige Susanne Schenk, die von der ersten Stunde an regelmäßig mitmacht.

Zum Jubiläum gab es eine Spende von 30 Therapiebällen der Firma Multiplot aus Bad Emstal.


Spendenübergabe der Therapiebälle

1986 hob Wolfgang Dort zusammen mit Hans Martin Merkwirth und Bad Emstals Ex-Bürgermeister Eckhard Bräutigam die Herzsportgruppe aus der Taufe. Damals mit sieben Teilnehmern, Sportstätte war ein Raum im Krankenhaus Merxhausen.

Momentan hat die Gruppe 35 Patienten mit unterschiedlichen kardialen Erkrankungen, zu Hoch-Zeiten waren es aber auch schon weit über 50. Waltraud Schmidt ist nach Gaby Handke und Katja  Bräutigam erst die dritte Übungsleiterin seit dem Bestehen der Gruppe. Ursprünglich wollte Wolfgang Dort die Gruppe in den Spiel- und Sportverein (SSV) Sand integrieren, dem war jedoch die mit mehreren 1.000 Euro zu Buche schlagende Anschaffung eines zwingend vorgeschriebenen Defibrillators und Notfallkoffers zu teuer. Der ASB war jedoch schnell von der Idee überzeugt und stellte die notwendigen Mittel aus seinen Mitgliedsbeiträgen zur Verfügung. Einzige Voraussetzung für die Teilnehmer: Jeder wird ASB-Mitglied und zahlt einen Jahresbeitrag von mindestens 60 Euro.

Hintergrund

Herz-, auch Koronarsport genannt, so Wolfgang Dort, ist eine Rehabilitationsmaßnahme für Patienten mit kardialen Erkrankungen. Nach Abschluss der kardiologischen Behandlung wird zur Wiederherstellung oder Optimierung der durch die Erkrankung möglicherweise reduzierten körperlichen Fähigkeiten den Patienten empfohlen, sich u.a. sportlich zu betätigen. Dabei ist nicht eine Ausdauer- oder Leistungsdrucksteigerung das Ziel einer Herzsportgruppe, sondern die Vermeidung falscher Schonung, die Anpassung der Koordination und das Erkennen der vorhandenen Leistungsfähigkeit sowie deren Grenzen. Für Neueinsteiger gibt es zu Beginn eine kostenfreie Schnupperzeit, auch können sie ihren Lebenspartner mitbringen.

 

Kontakt:

Siegfried Henschke

05625 / 99 99 - 0

siegfried.henschke@asb-nordhessen.de

 

 


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        Stand: 03. Dezember 2011 -- Fragen ?
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