Helfen ist unsere Aufgabe!

In der Region Kassel-Nordhessen sind wir für Sie da!
 

Erste Hilfe - Fahrdienst - FSJ - Hausnotruf - Jugendarbeit - Menüservice - Rettungsdienst - Sanitätsdienst - Seniorenarbeit - Sozialstation - weitere Leistungen

             Über uns - Fahrzeuge - Chronik - Publikationen - Information - Links - Intranet - Site Map
 

       STARTSEITE

 

 

Zehntausende Holländer - Alles Orange in Frankfurt/Main
Bericht vom Sanitätsdienst 'Main-Arena'
– Teil 2

22.06.2006 - Mehrere zehntausend Holländer haben in Frankfurt am Mittwoch bis in die Morgenstunden des Donnerstags eine fröhliche Fußballparty gefeiert. Und in der Main-Arena sorgten sie für einen neuen Besucherrekord. Die Holländer haben eine Super-Partystimmung und selbst die Engländer noch übertrumpft. Rund um den Main ist es orange.

Ausgeschlafen zur Großparty
Zahlreiche Fans waren bereits in der Nacht zum Mittwoch mit dem Zug in der Mainmetropole eingetroffen. Von ausgelassener Stimmung und Party war da jedoch bis Mittag noch wenig zu spüren.

Im Laufe des Mittwochmittag sind es dann bereits Tausende gewesen, die Frankfurt bevölkerten. Ab 8.00 Uhr wurde die Public Viewing Area Ost extra für die Holländischen Fans geöffnet - es spielte den ganzen Tag Oranje Radio. Radio FFH hat extra zwei Stadtfrequenzen zur Verfügung gestellt.

Ein kleines Beispiel: "Hallo Oranjefan! Welkom bij het WK Voetbal in Duitsland. Welkom bij vrienden. HIT RADIO FFH und harmony.fm het officiëlen radiostationen voor alle Oranjefans in Frankfurt bij de wedstrijd Nederland - Argentinië. Voor alle informatie over Frankfurt am Main en al het Oranjenieuws kijk op FFH.de en luister op woensdag 21 juni naar FFHan-Radio op 97.1 FM en 105.4 FM. Wij houden van Oranje."

Der Campingplatz am Niederräder Ufer musste wegen Überfüllung geschlossen worden. Am Frankfurter Flughafen waren bis zum Nachmittag etliche Sondermaschinen gelandet. Einige Fans kamen auch mit dem eigenen Boot über Rhein und Main nach Frankfurt.

Ausnahmezustand
Stadt und Polizei erwarteten insgesamt 100.000 Fußball-Freunde. Aber nur rund 30.000 war im Besitz von WM-Tickets. Im und am Hauptbahnhof waren viele Niederländer mit Schildern zu sehen, auf denen zu lesen war: „I need tickets“. Die meisten ohne Eintrittskarte versuchten erst gar nicht, noch an Tickets zu kommen, und blieben in der Stadt. Vor allem im Bereich der Main-Arena und am Römer herrschte zeitweise der Ausnahmezustand. An beiden Orten feierten die Anhänger von van der Vaart und Co. ausgelassen, aber stets friedlich, mit den Fans anderer Länder.

Nach dem Spiel zogen tausende Niederländer durch die Innenstadt. Die Polizei berichtete von einzelnen Festnahmen unter anderem wegen Taschendiebstählen. Insgesamt sei die Lage aber friedlich und alles "im normalen Rahmen". Beim Auto-Verkehr habe es nach Abschluss des Spiels am Stadion keine Probleme gegeben. In der Innenstadt sei es wegen der Menschenmassen aber teilweise zu Verzögerungen gekommen.

Zusätzlich kam es am Nachmittag noch zu Demonstrationen der Studenten gegen die geplanten Studiengebühren. Dies führte zu einem Großeinsatz der Polizei mit 4 Hubschraubern und mehreren Hundertschaften. Nach der zeitweiligen Blockade der Hauptbahnhofs kam es zu einem "Katz- und Mausspiel" zwischen Polizei und Demonstranten durch die Innenstadt und die Main-Arena. Da auch Wasserwerfer mit Tränengas im Einsatz waren, wurden auch alle Rettungswagen der Main-Arena in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und mussten teilweise neue Bereitstellungsplätze einnehmen.

 

Die zahlreichen Helferinnen und Helfer des Arbeiter-Samariter-Bundes hatten trotzdem einen relativ ruhigen Dienst. Neben einigen kleineren Schlägereien und mehreren Fans, die sehr tief ins Glas geschaut haben, waren keine besonderen Einsätze zu verzeichnen; es gab die üblichen Behandlungen wie kleine Schnittwunden und Blasen an den Füßen. 
Helfer werden unvermittelt von Fans umarmt, es wird geschunkelt und gejubelt.... Diese friedlichen Feiern machen einfach Spaß, auch wenn wir meist nur Zuschauen können. Dies alles trägt dazu bei, dass die Stimmung unter den eingesetzten Helfern sehr gut ist; das gute Wetter tut seinen Teil.

Fan-Area mit Alter Brücke

Station Fan-Area

Fan-Area mit Dom

Besuch der Polizei-Reiter-Staffel

Public Viewing Ost mit Flößerbrücke

voll besetzte Public Viewing Nord

RTWs am Deutsch-herrnufer oberhalb der Public Viewing Süd

'Kampf' um die besten Plätze...

...auch für die Helfer

Blick auf die Skyline von Host Area

Nächster Bericht

 

Hintergrund: Oranje
Kein anderes europäisches Land ist so stark mit einer Farbe verbunden wie die Niederlande mit Orange - und das schon seit mehr als 400 Jahren. Orange ist die Wappenfarbe des niederländischen Königshauses und die Farbe der Fußball-Nationalmannschaft. Sie geht auf Wilhelm von Oranien (1533-1584) zurück, der zunächst nur das kleine Fürstentum Orange im französischen Rhône-Tal und Dillenburg im Westerwald besaß.

Später führte er die Niederlande in ihren Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien. „Oranje boven“ (Oranien lebe hoch), der Schlachtruf der Fußballfans, erscholl schon 1568, als die niederländischen Rebellen erstmals gegen die Spanier zu Felde zogen. Die Nationalflagge, die älteste Trikolore der Welt, war ursprünglich orange-weiß-blau. Im 17. Jahrhundert wurde das Orange jedoch zu Rot, da diese Farbe bei Schiffen auf See besser gesehen werden konnte.

Als die Niederlande 1940 von Nazi-Deutschland besetzt wurden, entwickelte sich Orange abermals zum Symbol der Freiheitskämpfer. Obwohl die Deutschen die Farbe verboten, liefen am Geburtstag der Königin viele Niederländer mit Möhren oder orangefarbenen Tulpen durch die Straßen.

   Fotos: 3 x dpa, 13 x Michael Hillmann

  

Copyright © 2002 - 2010 -  Arbeiter-Samariter-Bund - Landesverband Hessen e.V. - Regionalverband Kassel-Nordhessen 
Stand: 13. August 2010 -- Fragen ?
webmaster@asb-nordhessen.de