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Party bei Sonne und Bier - WM-Start in Frankfurt/Main
Bericht vom Sanitätsdienst 'Main-Arena' – Teil 1

15.06.2006 - Bei blendendem Fußball-Wetter waren am Freitag und Samstag Zehntausende zu den öffentlichen Übertragungsstätten geströmt, um die Spiele der FIFA-WM zu verfolgen. Allein in der Frankfurter Main-Arena wurden an beiden Tagen jeweils rund 50.000 Zuschauer gezählt. Hinzu kommen aber noch mindestens noch mal so viele Fans außerhalb dieser kontrollierten Bereiche sowie auf den Mainbrücken. Zum Zeitpunkt des Deutschland- und des England-Spiels werden es rund 120.000 Besucher am Mainufer gewesen sein, die die Spiele auf den schwimmenden Videowänden im Main sahen - die größten in Deutschland.

Rot-weiße Gesichtsbemalung, Hüte und Perücken mit der rot-weißen England-Fahne – Frankfurt war am Samstag fest in englischer Hand - die Mainmetropole im Ausnahmezustand. Bereits am Morgen hatten tausende Fans von der Insel die Frankfurter Innenstadt in Besitz genommen. Als um 11.30 Uhr die Main-Arena öffnete, zwängten sich tausende durch die Eingänge. Schlachtgesänge wurden angestimmt - 'God save the Queen'. Nur ganz vereinzelt waren die rot-weiß-blauen Flaggen von Paraguay zu sehen.

Bei strahlendem Sonnenschein floss das Bier in Strömen. Feuerwehrleute sorgten von Löschfahrzeugen immer wieder für Erfrischung. Polizei und Rettungskräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) hatten glücklicherweise wenig zu tun; es blieb alles ruhig und friedlich.

Der Arbeiter-Samariter-Bund betreut an der Main-Arena 4 der 5 Areas:

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Public Viewing Area Süd am Deutschherrnufer

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Public Viewing Area Ost auf dem Gelände der ehem. Weseler Werft (gemeinsam mit dem DRK)

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Fun Area im Bereich des Eisernen Stegs am Frankfurter Mainufer

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Host Area und Beach Club am Sachsenhäuser Ufer

Die Public Viewing Nord wird ausschließlich vom DRK betreut.

Mit bis zu 70 Helfern gleichzeitig und im 2-Schicht-Betrieb werden diese Bereiche vom ASB von 10.00 morgens bis 2.00 Uhr nachts betreut. Dazu sind mehrere Sanitätsstationen errichtet worden und am Mainufer verteilt. Zusätzlich setzt der ASB bis zu 9 Rettungswagen und 2 Notarzt-Einsatz-Fahrzeuge ein.

Um diesen gewaltigen Personaleinsatz bewerkstelligen zu können, werden die Helfer des ASB Ortsverbands Frankfurt + Höchst von Helfern aus unterschiedlichsten Teilen Deutschlands – so auch vom Ortsverband Kassel – unterstützt.

Alle Helfer sind hoch motiviert - trotz anfänglicher Schwierigkeiten beim organisatorischen Ablauf; aber es wird sich alles einspielen, da diese Größe der Veranstaltung für alle Neuland bedeutet hat. Das strahlend schöne Wetter mit 27 °C tat sein übriges für die gute Stimmung. Die Zusammenarbeit der Helfer, die sich meist vorher noch nie begegnet waren, klappte absolut reibungslos - alle waren mit Spaß bei der Sache.

Auch die Zusammenarbeit mit der DLRG, die die Rettung auf und im Mains sicherstellt, klappte reibungslos. Die Übergabestelle Wasserrettung --> Landrettung befindet sich am Sachsenhäuser Ufer und somit im ASB-Zuständigkeitsbereich.
Am Samstag Abend sprangen eine Reihe von übermütigen, meist englischen Fans von den Brücken in den Main. Da die Wassertiefe außerhalb der Fahrrinne der Schifffahrt teilweise weniger als 1 Meter beträgt, ist dies lebensgefährlich - zumal außerhalb der WM-Spiel-Zeiten die Schiffe auf dem Main fahren.

Friedliche Engländer feierten bis in den Morgen
Das Bier floss in Strömen. Die englischen Fußballfans feierten nach der Partie ihrer Mannschaft gegen Paraguay in Frankfurt weitgehend friedlich bis in den frühen Sonntagmorgen. In den Kneipen rund um den Hauptbahnhof, im Vergnügungsviertel Sachsenhausen sowie am Mainufer und auf vielen Plätzen in der Innenstadt bejubelten die rund 65.000 angereisten Engländer bei milden Temperaturen den knappen 1:0-Auftaktsieg. Auch die Rettungskräfte und Polizei hatte Grund zur Freude: Es war alles friedlich.

Gegen 5.00 Uhr sind die meisten müde geworden -  Andere machten die Nacht durch: Vor dem Pub am Hauptbahnhof spielten gegen 7.00 Uhr einige Engländer Fußball und warteten darauf, dass ab 10.00 Uhr wieder Bier ausgeschenkt wurde.

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   Fotos: 2 x dpa, 6 x Michael Hillmann

  

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Stand: 13. August 2010 -- Fragen ?
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