
Betreuung und Pflege zu Hause
In
früheren Zeiten war hohes Alter eher eine Seltenheit. Nur 1 bis 3 Prozent der
Bevölkerung der vorindustriellen westlichen Welt wurde unserem Verständnis nach
alt.
Die Lebenserwartung ist in den letzten 100 Jahren steil angestiegen: 1870 betrug
das durchschnittliche Lebensalter von Männern noch 34 Jahre, heute ist es mehr
als doppelt so hoch.
Und noch etwas: noch nie waren die "Alten" so jung. Es ist bekannt, dass die
früher so jung Verstorbenen bereits unter Krankheiten litten, die wir heute als
typische Alters- und Verschleißerkrankungen bezeichnen. Die Fortschritte der
modernen Medizin, eine konsequente Bekämpfung von Seuchen und Volkskrankheiten
führten dazu, dass die biologische Altersgrenze immer weiter hinausgeschoben
wurde.
Parallel dazu geht das Bevölkerungswachstum kontinuierlich zurück. In der
Mitte dieses Jahrhunderts wird das zahlenmäßige Verhältnis von Rentnern zu
jungen Erwerbstätigen etwa 1 : 1 sein.
Die Familien haben sich verändert. Zwar hat es "die" Großfamilie, in der Jung
und Alt unter einem Dach lebten, in früheren Zeiten immer nur als Ausnahme
gegeben. Tatsache ist jedoch, dass heute mehr Menschen allein leben als je
zuvor. Ursachen dafür sind der Wegzug der Kinder, Tod des Partners und in
zunehmenden Maße Scheidungen.
Kurz zusammengefasst: Wir werden älter und wir werden im Alter immer häufiger
allein leben.
Es ist jedoch ein Vorurteil, Alter sei gleichbedeutend mit Krankheit,
Hilflosigkeit, Verfall der geistigen und körperlichen Kräfte. Viele Menschen
entdecken das Alter als Chance für eine aktive Lebensphase nach der
Berufstätigkeit und der Sorge für die Familie. Jetzt haben sie endlich Zeit,
Dinge zu tun, die ihnen Spaß machen.
Manche alte Menschen aber können diese Chance nur nutzen, wenn ihnen im
täglichen Leben geholfen wird. Für ein eigenständiges Leben im Alter bieten wir
auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte konkrete Hilfen.